In der heutigen Zeit ist das Verständnis der Daten der Schlüssel für bestmögliche Entscheidungen in Unternehmen. Allerdings kann der Umfang an jederzeit verfügbaren Informationen selbst erfahrene Datennutzer überfordern.
Was ist also für datengestützte Entscheidungen entscheidend? Die wichtigsten Daten zu ermitteln und so aufzubereiten, dass sie auf den ersten Blick verständlich sind. Das kann je nach Zielgruppe variieren. Branchenexperten fällt es möglicherweise leichter, komplexe Daten zu verstehen. Für Verantwortliche mit weniger Fachkenntnissen im Unternehmen sollten die Daten auf das Wesentliche reduziert aufbereitet werden.
Eine der einfachsten Möglichkeiten, Daten für technisch versierte wie auch nicht technisch versierte Zielgruppen verständlich zu machen, ist ein Dashboard, das alle relevanten Datenvisualisierungen übersichtlich an einem Ort anzeigt.
In diesem Artikel behandeln wir folgende Punkte:
- Dashboard-Definition
- Funktionsweise von Dashboards
- Nutzungsmöglichkeiten
- Bedeutung
- Erstellung eines Dashboards
- Dashboard-Typen
- Best Practices
- Vorteile
Dashboard-Definition
Ein Dashboard ermöglicht es, verschiedene Arten von Datenvisualisierungen übersichtlich an einem Ort darzustellen. In der Regel fasst ein Dashboard unterschiedliche, aber zusammengehörige Informationen übersichtlich auf einen Blick zusammen. Häufig werden darin auch wichtige Kennzahlen wie KPIs oder andere zentrale geschäftliche Metriken dargestellt, damit Verantwortliche die für sie relevanten Informationen auf einen Blick erfassen und verstehen können.
Dashboards lassen sich flexibel für unterschiedliche Branchen und Anwendungsbereiche anpassen und sind daher vielseitig einsetzbar. Sie können Daten aller Art für unterschiedliche Zeiträumen enthalten, aus denen sich Erkenntnisse gewinnen lassen: wie ist die aktuelle Situation, warum ist sie eingetreten, wie könnte sie sich weiterentwickeln und welche Maßnahmen sollten ergriffen werden. Dank Visualisierungen wie Tabellen, Grafiken und Diagramme können auch Personen, die weniger mit den Daten vertraut sind, Zusammenhänge und wichtige Erkenntnisse schnell auf einen Blick erkennen.
Daten-Dashboards versus Berichte
Dashboards und Berichte sind wichtige Werkzeuge, um Daten zu erfassen und zu analysieren. Wie unterscheiden sie sich voneinander?
Vereinfacht gesagt sind Berichte in der Regel stärker auf ein bestimmtes Thema fokussiert. Sie ermöglichen eine detaillierte Analyse eines Datasets und behandeln dabei meist einen einzelnen Aspekt oder ein konkretes Ereignis.
Dashboards hingegen bieten einen allgemeinen Überblick über umfangreiche Datenmengen und sind darauf ausgelegt, eine konkrete Fragestellung zu beantworten. Diese Fragestellung kann beispielsweise sehr allgemein sein wie z. B. „Wie hat sich die Performance unserer Website im letzten Monat entwickelt?“ oder spezifischer, etwa: „Wie viele Einheiten haben wir verkauft?“. Oder sie behandeln eine etwas komplexere Fragestellung, für deren Beantwortung spezielles Fachwissen erforderlich ist, etwa: „Verbessert sich die Effizienz in unserem Unternehmen?“.
Daten-Dashboards versus Datenvisualisierungen
Zwei gängige Begriffe im Bereich Analytics und Berichtswesen sind „Daten-Dashboard“ und „Datenvisualisierung“. Was ist der Unterschied?
Die Datenvisualisierung ist eine Möglichkeit, Daten in visueller Form zu präsentieren, um deren Verständnis und Analyse zu vereinfachen.
Daten-Dashboards fassen demgegenüber unterschiedliche, aber zusammenhängende Datasets so zusammen, dass Zusammenhänge verständlicher werden. Dashboards sind eine Form der Datenvisualisierung. Sie nutzen häufig gängige Visualisierungsformen wie Diagramme, Grafiken und Tabellen.
Funktionsweise von Dashboards
Dashboards führen Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammen und bereiten sie so auf, dass auch Personen ohne technisches Fachwissen sie verstehen und interpretieren können. Interaktive Elemente ermöglichen es Nutzern eines Dashboards, bestimmte Aspekte besser nachzuvollziehen, aktuell wichtige Bereiche gezielt zu erkunden und durch weiterführende Fragen wichtige Erkenntnisse zu gewinnen oder fundierte Entscheidungen zu treffen.
Verwendung von Dashboards
Der Hauptzweck eines Dashboards besteht darin, einen umfassenden Überblick über Daten aus unterschiedlichen Quellen zu geben. Dashboards eignen sich dazu, relevante Daten in zentralen Geschäftsbereichen zu kontrollieren, zu bewerten und zu analysieren. Sie führen Rohdaten aus verschiedenen Quellen zusammen und bereiten sie gezielt für die jeweilige Zielgruppe auf – ganz gleich, ob es sich um Führungskräfte, Business-Analysten, Vertriebsmitarbeiter, Marketingfachleute oder andere Nutzer handelt.
Mit Dashboards lassen sich beispielsweise folgende Daten erfassen:
- Kundenmetriken
- Finanzinformationen
- Vertriebsdaten
- Web-Analytics
- Produktionsdaten
- Personaldaten
- Marketingperformance
- Logistikdaten
Dashboards führen Daten zusammen, visualisieren sie und sind so äußerst vielseitig einsetzbar. Führungskräfte nutzen sie beispielsweise zur Analyse komplexer Daten, während Experten aus einem bestimmten Fachgebiet damit Daten nachverfolgen oder Personen präsentieren können, die mit dem Thema weniger vertraut sind. Sie können Dashboards auch in Präsentationen für Führungskräfte und andere wichtige Verantwortliche nutzen. Damit lassen sich Herausforderungen und Chancen verständlich darstellen und Potenziale für Wachstum sowie für Verbesserungen aufzeigen.
Die Bedeutung von Dashboards
Mit Dashboards schaffen Sie die Grundlage für bessere, fundiertere und datenbasierte Entscheidungen. Dashboards liefern ein dynamisches und interaktives Bild nahezu in Echtzeit und ermöglichen ein präziseres Verständnis der aktuellen Situation. Damit lassen sich auch kurzfristige und manchmal schwierige Veränderungen besser bewältigen.
So erstellen Sie ein Daten-Dashboard
Es gibt viele verschiedene Lösungen, mit denen sich Dashboards erstellen lassen, beispielsweise Tableau, Excel oder Google Sheets. Grundsätzlich sollten Sie immer folgendermaßen vorgehen:
- Definieren Sie Zielgruppe und Ziele: Überlegen Sie zunächst, für wen Sie das Dashboard erstellen und welche Informationen für diese Personen wichtig sind. Auf dieser Basis können Sie dann gezielt passende Visualisierungen und Daten auswählen, um deren Fragestellungen zu beantworten.
- Wählen Sie die Daten aus: Die meisten Unternehmen verfügen über eine große Menge an Daten aus unterschiedlichen Quellen. Wählen Sie nur die Daten aus, die für Ihre Zielgruppe und Ihre Zielsetzung relevant sind. So vermeiden Sie, dass Ihre Nutzer mit zu vielen Informationen überfrachtet werden.
- Prüfen Sie Ihre Daten: Stellen Sie vor dem Erstellen des Dashboards unbedingt sicher, dass Ihre Daten korrekt sind. Schließlich möchten Sie nicht Monate später feststellen müssen, dass Ihre Daten die ganze Zeit fehlerhaft waren.
- Wählen Sie Ihre Visualisierungen aus: Es gibt viele verschiedene Arten von Visualisierungen, darunter Diagramme, Grafiken und Karten. Wählen Sie jeweils die Visualisierung aus, mit der Ihre Daten am besten vermittelt werden. Balken- und Kreisdiagramme können beispielsweise schnell unübersichtlich werden, wenn sie zu viele Informationen enthalten.
- Nutzen Sie eine Vorlage: Wenn Sie zum ersten Mal ein Dashboard erstellen, können Sie mit einer Vorlage oder mit intuitiv bedienbarer Software Zeit sparen und Probleme vermeiden. Wählen Sie sorgfältig die passende Vorlage für Ihr Projekt aus. Versuchen Sie nicht, Daten in eine Vorlage zu pressen, die für Ihre Anforderungen nicht geeignet ist.
- Gestalten Sie das Dashboard so einfach wie möglich: Verwenden Sie einheitliche Farben und Gestaltungselemente, damit Ihr Dashboard übersichtlich und nicht überladen ist.
- Überarbeiten und verbessern Sie das Dashboard schrittweise: Wenn Sie Ihr Dashboard für ausgereift halten, holen Sie sich Feedback von einer Person aus Ihrer Kernzielgruppe. Finden Sie heraus, ob das Dashboard für diese Person verständlich ist und die für sie relevanten Fragen beantwortet. Nehmen Sie das Feedback ernst und optimieren Sie das Dashboard, um seine Akzeptanz und Verständlichkeit zu erhöhen.
Erstellen Sie ansprechende Visualisierungen mit Ihren Daten.
Dashboard-Typen
Da Dashboards individuell angepasst werden können, lassen sie sich nur schwer in bestimmte Typen einteilen. Dennoch können sieben große Kategorien unterschieden werden:
Business-Dashboards
Unternehmen können ohne Daten keine fundierten Entscheidungen treffen. Genau hier kommen Business-Dashboards ins Spiel. Diese können unterschiedlichste Daten enthalten – aus Bereichen wie Vertrieb, Finanzen, Management, Marketing, Personalwesen und vielen mehr. Business-Dashboards bieten Verantwortlichen und Führungskräften die notwendigen Daten, um strategische Pläne zu entwickeln und Ideen weiterzuentwickeln.
Management-Dashboards
Ein Management-Dashboard ist eine spezielle Form des Business-Dashboards. Es dient dazu, wichtige Metriken für die Führungsebene zu visualisieren. Die darin dargestellten Daten sind in der Regel allgemeiner Natur. Gleichzeitig erhalten Führungskräfte damit einen transparenten Überblick über wichtige Geschäftsaktivitäten und die Unternehmensleistung, mit dem sie fundiertere Entscheidungen treffen, besser planen und die Wirksamkeit von Maßnahmen beurteilen können.
KPI-Dashboards
KPI-Dashboards (Key Performance Indicators, Leistungsindikatoren) gehören zu den wichtigsten Dashboard-Typen. Sie werden von Fachexperten, Führungskräften und auch von Nutzern ohne spezielle Fachkenntnisse genutzt. Sie zeigen die Entwicklung wichtiger Kennzahlen auf einen Blick und machen sichtbar, wie weit die gesteckten Ziele bereits erreicht wurden. Entscheidend für ein KPI-Dashboard ist, dass Sie die eigenen KPIs genau kennen und wissen, wie sich diese am besten messen lassen.
Projekt-Dashboards
Für die Durchführung und/oder Verwaltung größerer Projekte sind Projekt-Dashboards ein hilfreiches Werkzeug. Damit lässt sich der Projektfortschritt verfolgen und mit dem Team sowie mit wichtigen Verantwortlichen teilen. Projekt-Dashboards bieten einen umfassenden Überblick über den Projektstatus, wichtige Erkenntnisse und zentrale Daten.
Performance-Dashboards
Performance-Dashboards sind vielseitig einsetzbar. Mit ihnen kann sowohl die allgemeine geschäftliche Performance als auch die Wirksamkeit einzelner Kampagnen verfolgt werden. Sie eignen sich für Bereiche wie Marketing, Finanzen, Werbung, Personalwesen und andere Geschäftsbereiche.
Website-Dashboards
Wer die Performance einer Website nachverfolgen möchte, kann dafür ein Website-Dashboard nutzen. Es erfasst beispielsweise den gesamten Traffic, die Gesamtzahl der Nutzer, die Zahl der aktiven Nutzer, E-Commerce-Aktivitäten, Verkäufe und Umsatz. Ganz gleich, ob Ihr Unternehme eine einfache oder eine komplexe Website betreibt: Ein solches Dashboard bietet einen integrierten und übersichtlichen Überblick über die wichtigsten Metriken.
Operations-Dashboards
Operations-Dashboards sind eine häufig genutzte Form von Business-Dashboards. Im Gegensatz zu den zuvor genannten Dashboards mit einer eher übergeordneten Perspektive konzentrieren sie sich auf das operative Tagesgeschäft und bieten Nutzern einen kompletten Überblick über die täglichen Abläufe.
Branchen-Dashboards
Da Dashboards vielseitig sind und flexibel an die Anforderungen von Nutzern und Unternehmen angepasst werden können, kommen sie in den unterschiedlichsten Branchen und Bereichen zum Einsatz. Insbesondere in Bereichen, in denen Datenanalysen eine unverzichtbare Grundlage für Entscheidungen sind – beispielsweise im Gesundheitswesen, Vertrieb oder Marketing –, werden Dashboards zur Entscheidungsfindung und Problemlösung genutzt.
Zu den häufig eingesetzten Branchen-Dashboards gehören:
Dashboards im Gesundheitswesen
Im Gesundheitswesen werden große Mengen zentraler Daten genutzt, darunter Aufnahme- und Entlassungsraten in Krankenhäusern, Kosten, Personaleinsatz, Versicherungsabrechnungen, Wahrnehmung von Terminen, Nichterscheinungsraten und vieles mehr. Dashboards im Gesundheitswesen machen diese Informationen zugänglich und verständlich und schützen sie. So können Ärzte, Verwaltungsmitarbeiter und andere Beschäftigte im Gesundheitswesen ihren Fokus auf die Verbesserung der Behandlungsergebnisse legen.
Marketing-Dashboards
Marketingfachleute jeder Art sehen sich mit einer enormen Datenmenge konfrontiert – insbesondere aufgrund der komplexen Möglichkeiten zur Online-Erfassung und zur Durchführung von Analytics. Deshalb nutzen sie Dashboards, um Analysen zu optimieren und wichtige Erkenntnisse zu gewinnen, mit denen sich Kampagnen und Performance gezielt verbessern lassen. Zu den typischen Daten in diesen Dashboards gehören beispielsweise Return on Investment (ROI), Abwanderungsrate, Kundenbindung, Anzahl der Leads, Kosten pro Lead, Umsatz und Zielerreichung.
Einzelhandels-Dashboards
E-Commerce-Unternehmen und stationäre Händler sind auf komplexe Daten angewiesen, z. B. zu Lagerbestand und Gewinn. Deshalb setzen viele Führungskräfte und Geschäftsinhaber auf Einzelhandels-Dashboards. Diese enthalten in der Regel Daten wie Verkaufszahlen, Nettogewinn, Lagerbestand, Kundenfrequenz sowie Mitarbeiterfluktuation und -leistung. Damit können Händler Aspekte wie Performance und Kundenbindung besser nachvollziehen und gezielt ihren Service verbessern.
Vertriebs-Dashboards
Der Vertriebsprozess ist komplex und umfasst viele verschiedene Schritte und Beteiligte. Ein Vertriebs-Dashboard ist je nach Prozess und den wichtigsten KPIs unterschiedlich aufgebaut. Häufig enthält es Daten zur Anzahl der Leads, zu offenen Fällen, Geschäftschancen, Kontakten, abgeschlossenen Geschäften, verlorenen Geschäften und Umsatz. Damit können Vertriebsmitarbeiter feststellen, ob sie ihre Ziele erreichen, übertreffen oder hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Best Practices rund um Dashboards
Best Practices für die Erstellung und Nutzung von Dashboards unterscheiden sich von Unternehmen zu Unternehmen und auch von Person zu Person. Behalten Sie stets das Ziel Ihres Dashboards und die Personen im Blick, die es nutzen werden. Außerdem sollten Sie für die Erstellung eines hilfreichen Dashboards folgende Aspekte berücksichtigen:
- KPIs: Überfordern Sie Ihre Zielgruppe nicht mit zu vielen Daten. Wählen Sie nur die relevantesten Daten aus und stellen Sie diese verständlich dar.
- Elemente: Achten Sie darauf, für die jeweiligen Daten die passenden Diagramme, Grafiken und Tabellen auszuwählen. Die optimale Visualisierung verbessert das Verständnis.
- Design: Stellen Sie sicher, dass Ihr Dashboard auf einen Blick verständlich ist. Strukturieren Sie dazu die Daten übersichtlich und verwenden Sie einheitliche Farben.
- Beschriftungen: Fassen Sie sich kurz und beschriften Sie alle Informationen verständlich.
- Interaktivität: Setzen Sie interaktive Elemente nach Bedarf ein. Damit können Nutzer die Analyse von Daten vertiefen und beispielsweise Schwankungen und Veränderungen untersuchen.
Vorteile von Dashboards
Dashboards bieten zahlreiche Vorteile, wenn es darum geht, Daten zu visualisieren und verständlich zu machen. Sie schaffen zunächst einmal einen klaren Überblick über die zentralen Metriken, die für Ihr Unternehmen relevant sind. Weitere wichtige Vorteile sind:
- Mehr Klarheit über Daten
- Analytics in Echtzeit
- Präzisere Prognosen
- Anschaulichere Präsentationen
- Bessere Zugänglichkeit und Transparenz
- Bessere Entscheidungsfindung und Problemlösung
Dashboards: Das ideale Werkzeug zum Analysieren, Teilen und Verstehen von Daten
Dashboards sind nicht ohne Grund so beliebt. Wie bereits erwähnt, sind Dashboards äußerst vielseitig und flexibel anpassbar. Dadurch eignen sie sich für unterschiedlichste Anforderungen, unabhängig davon, wer sie nutzt, in welcher Branche ein Unternehmen tätig ist oder welchem Geschäftsbereich die Nutzer angehören bzw. welche Tätigkeit sie ausüben. Erfahren Sie mehr über Dashboards und wie Tableau Ihnen dabei hilft, Daten schnell, einfach und effektiv zu visualisieren.