Hinweis des Herausgebers: Der heutige Beitrag stammt von Joshua Milligan, Tableau-Zen-Master, Principal Consultant bei Teknion Data Solutions und Autor des VizPainter-Blogs. Joshua hat am Betaprogramm für Tableau Prep (vormals „Project Maestro“) teilgenommen.

Bei Teknion Data Solutions habe ich als Softwareentwickler angefangen. Nach einigen Jahren bin ich in den Bereich „Business Intelligence“ gewechselt, in dem ich mich mit Datenmodellierung und ETL-Aufgaben zu tun hatte. Ich habe gern mit Daten gearbeitet, aber vieles war beim Erstellen von ETL-Paketen ziemlich aufwendig und zeitraubend. Ganz zu schweigen von den Tests. Ein Alptraum! Nach stundenlanger Entwicklung und noch mehr Stunden für die Ausführung eines Prozesses konnte es vorkommen, dass die Hälfte der Werte fehlten oder falsch waren. Ich musste dann die genaue Fehlerstelle finden, den Fehler im besten Falle beheben und den Test noch einmal starten. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich arbeite gern mit meinen Kunden zusammen und es gibt weniger gute Möglichkeiten, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Aber dann habe ich etwas entdeckt, was alles von Grund auf geändert hat.

Dieses „Etwas“ war Tableau.

Tableau war einfach magisch! Plötzlich konnte ich mit einer Anwendung arbeiten, die reibungslos funktioniert und darüber hinaus ebenso transparent wie intuitiv ist. Ich konnte Datenfelder mit der Maus ziehen und ablegen und sofort visuelle Ergebnisse erhalten. Ich konnte Fragen stellen, die sofort beantwortet wurden. Diese Antworten führten mich zu neuen, noch tiefer gehenden Fragen, für die ich wiederum schnell Antworten fand. Das hat nicht nur meine Arbeit verändert. Es gab mir auch die Möglichkeit, meine Kunden besser zu unterstützen und tiefer gehende Erkenntnisse schneller zu generieren.

Allerdings mussten die Daten noch immer strukturiert werden. Bestimmte Arten von Analysen erfordern bestimmte Datenstrukturen. „Ab jetzt sollen andere im Team diese Strukturen erstellen“, dachte ich mir. Ich war ganz auf Tableau und Visual Analytics fixiert und wollte nichts mehr mit der Strukturierung von Daten jenseits des Tableau-Bildschirms der Datenverbindung zu tun haben. So in der Art dachte ich jedenfalls.

Die Magie von Tableau

Darf ich Ihnen ein Geheimnis verraten? Die Magie von Tableau steckt nicht in den Funktionen. Ich bin – wie alle anderen – immer auf die aktuelle Version von Tableau und die neuesten Funktionen gespannt. Aber für sich genommen sind diese noch nicht magisch. Die Magie entsteht dadurch, dass alle diese Funktionen in einem geschlossenen Konzept nahtlos zusammenwirken. Die Magie entsteht mit einem Wort im Flow!

Mit „Flow“ ist gemeint, dass ich mich auf eine Aufgabe oder eine Frage konzentrieren und auf eine Lösung oder eine Antwort hinarbeiten kann, ohne meinen Gedankengang unterbrechen zu müssen. Ich muss die Anwendung nicht verlassen, um einen bestimmten Schritt komplett auszuführen. Ich muss auch nicht so lange zwischen Aktionen warten, bis ich vergessen habe, was ich eigentlich wollte. Stattdessen erhalte ich ein sofortiges Feedback und kann über verschiedene Optionen einfach und schnell weitere Aktionen durchführen.

Aber das ist noch nicht alles: Tableau Prep ist genauso magisch!

Umsetzen des Tableau Prep-Ansatzes

Ich habe mit Tableau Prep (vormals „Project Maestro“) schon in der ersten Alpha-Version gearbeitet. In dieser Phase funktionierte die grundlegende Engine bereits, die Oberfläche war aber noch nicht besonders benutzerfreundlich. Meine Benutzererfahrung wäre heute definitiv anders – bei der ersten Version der Benutzeroberfläche hat es jedoch etwas gedauert, bis ich den Ansatz von Tableau Prep wirklich verstanden habe. Nach einer gewissen Zeit des Ausprobierens hat es dann aber plötzlich„Klick“ gemacht!

Von da an war ich von Tableau Prep genauso begeistert wie von Tableau. Wie andere Tableau-Produkte auch, ermöglicht Tableau Prep einen sehr praxisorientierten Umgang mit Daten. Prep hat Flow:

  • Ich kann mit Mausaktionen und wenigen Mausklicks eine Verbindung mit Daten herstellen, diese aufbereiten, verknüpfen und umwandeln.
  • Dabei findet der Vorgang der DatenumwandIung in Echtzeit direkt vor meinen Augen statt! Die Zeit stundenlangen Wartens, um dann zu erfahren, dass eine Verknüpfung wegen einer fehlerhaften Voraussetzung fehlgeschlagen ist, ist damit vorbei.
  • Ich kann einfach zu den vorherigen Schritten zurückkehren und sofort feststellen, wie die Struktur an diesem Punkt ausgesehen hat.
  • Ich habe die Möglichkeit, den Datenablauf anzupassen und sehr einfach verschiedene Optionen wiederholt anzuwenden.
  • Plötzlich kann ich Datenprobleme, die sich mir früher nicht erschlossen haben, sofort erkennen. „Aha! Mehr als die Hälfte der Zeilen enthält Nullwerte. Das muss ich vor der Verknüpfung in Ordnung bringen...“
  • Ich kann die aufgetretenen Probleme sofort beheben und gleich feststellen, ob das erfolgreich war.
  • Ich habe die Möglichkeit, mich immer auf jeweils eine Aufgabe zu konzentrieren. Dabei habe ich zwar immer das angestrebte Ziel im Hinterkopf, kann mich aber trotzdem dem Datenproblem widmen, das erst einmal gelöst werden muss, bevor ich mich mit dem nächsten Problem beschäftigen kann. Und ich kann mir dann sicher sein, dass das Problem gelöst ist, bevor es weitergeht.
  • An dieser Stelle im Ablauf habe ich die Möglichkeit, die Daten in Tableau auszugeben und so für ein tiefer gehendes Verständnis nach Bedarf zu visualisieren.

Starten mit Tableau Prep

Nachdem ich den Ansatz von Tableau Prep verstanden habe, wollte ich unbedingt einige aktuelle Datenprobleme aus meiner täglichen Praxis mit Tableau Prep in Angriff nehmen.

In einem solchen Fall hatte ein Kunde Daten zu den Flugreisen der Mitarbeiter in SQL Server gespeichert. Eine bestimmte Fluggesellschaft verwendete aber ein anderes Buchungssystem, sodass Dateien immer wieder in einem Verzeichnis aussortiert wurden. Darüber hinaus wollte der Kunde eine dieser außergewöhnlichen Flugroutenkarten in Tableau verwenden. Unabhängig davon wusste ich, dass eine zusätzliche Quelle geokodierter Daten und die Umstrukturierung der Daten durch Trennung von Herkunft und Ziel in separate Datensätze erforderlich ist, um diese mithilfe des Routen-Containers in Tableau visualisieren zu können.

Das Erstellen dieses Ablaufs machte wie die Anwendung von Tableau selbst riesigen Spaß! Es machte sogar so viel Spaß, dass ich mich entschlossen habe, meine Erfahrungen in einem vergleichbaren Ablauf hier zu teilen:

Ich kann die Daten bereitstellen und dann immer jeweils einen Schritt durchführen:

  • Vereinigung von SQL Server-Daten mit einer Platzhaltervereinigung von unstrukturierten Dateien
  • Aufbereitung nicht übereinstimmender Daten und Entfernen nicht benötigter Felder
  • Suche nach dem Reisenden in einer Mitarbeitertabelle
  • Aufteilung der Route in Herkunft und Ziel
  • Pivotierung der Daten zur Erstellung einer einzelnen Zeile für jede Herkunft und jedes Ziel
  • Suche nach geokodierten Daten in einer anderen Datenquelle
  • Abschließende Aufbereitung
  • Exportieren der endgültigen Datenstruktur Ich habe einen Hyper-Extrakt verwendet, hätte aber auch einen Export in das .tde- oder .csv-Format durchführen oder sogar in Tableau Server veröffentlichen können!

Zum Schluss hatte ich dann einen sehr brauchbaren Datenbestand in Tableau zur Verfügung. Dort konnte ich die Mitarbeiterflugreisen analysieren und so dem Kunden eine Unterstützung für seine Entscheidungen zu Kosteneinsparungen, Reisegewohnheiten, Fluggesellschaften sowie Buchungszeitpunkten liefern und sogar die Flugroutenkarte erstellen:

Ich freue mich schon darauf, Tableau Prep in der Produktion verwenden zu können. Während ich es kaum erwarten kann, die neuen Funktionen jeder neuen Version kennenzulernen, können Sie die Magie noch heute selbst erleben!

Alles, was Sie über Tableau Prep wissen müssen

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