Kreisdiagramme
Kreisdiagramme verstehen und richtig anwenden
Kreisdiagramme verstehen und richtig anwenden
Mit einem Kreisdiagramm lässt sich auf einen Blick erkennen, wie sich ein Gesamtwert prozentual auf verschiedene Kategorien verteilt. Wie der Name schon sagt, stellt diese Visualisierung den Gesamtwert als Kreis dar. Die einzelnen Segmente des Kreises zeigen, aus welchen Kategorien sich der Gesamtwert zusammensetzt. Mit diesem Diagrammtyp können Sie das Verhältnis von Dimensionen aller Art (Kategorien, Produkte, Personen, Länder usw.) innerhalb eines bestimmten Kontexts darstellen. In der Regel wird im Diagramm der numerische Wert in prozentuale Anteile an der Gesamtsumme aufgeteilt. Jedes Segment steht für einen bestimmten Anteil am Gesamtwert und sollte entsprechend dargestellt werden.
Für die richtige Interpretation eines Kreisdiagramms sind Fläche, Bogenlänge und Winkel der einzelnen Segmente maßgeblich. Da sich die einzelnen Segmente oft nur schwer miteinander vergleichen lassen, ist eine aussagekräftige Anordnung entscheidend. Die Segmente eines Kreisdiagramms sollten in einer logischen Reihenfolge angeordnet werden – in der Regel vom größten zum kleinsten –, damit die Daten einfacher erfasst und interpretiert werden können. Beginnen Sie mit dem größten Segment und gehen Sie Schritt für Schritt zum nächst kleineren über. Dies vereinfacht die Erfassung der Daten. Die Farben der einzelnen Segmente sollten mit den entsprechenden Einträgen in der Legende exakt übereinstimmen. Dann müssen Nutzer weniger häufig in der Legende nachsehen.
In einem Kreisdiagramm wird der Gesamtwert – also die Summe aller quantitativen Werte bzw. Segmente – in der Regel nicht angezeigt. Meist wird der Gesamtwert an anderer Stelle dargestellt, etwa als Text direkt beim Diagramm, in einer Tabelle mit einer Erläuterung der entsprechenden Metriken oder als separate BAN-Kennzahl in einem anderen Dashboard.
Dreidimensionale Kreisdiagramme sind oft schwer zu lesen und häufig irreführend. Da die Interpretation eines Kreisdiagramms auf der Fläche, der Bogenlänge und dem Winkel der einzelnen Segmente basiert, kann eine dreidimensionale Darstellung die Perspektive verzerren und zu einer falschen Wahrnehmung der Segmente führen. Bei einem dreidimensionalen Kreisdiagramm macht es die optische Verzerrung der einzelnen Segmente oft unmöglich, die Kategorien zuverlässig miteinander zu vergleichen.
Kreisdiagramme sind vor allem dazu geeignet, das Verhältnis einzelner Anteile in Bezug auf einen Gesamtwert darzustellen. Sie funktionieren am besten für Dimensionen mit einer begrenzten Anzahl an Kategorien. Wenn Sie betonen möchten, dass ein bestimmter Anteil am Gesamtwert über- oder unterrepräsentiert ist, kann ein Kreisdiagramm dies besonders gut deutlich machen. Kreisdiagramme sind weniger geeignet, wenn es darum geht, exakte Zahlenwerte miteinander zu vergleichen.
Bei wenigen Kategorien kann ein Kreisdiagramm anschaulich zeigen, welchen Anteil jede Kategorie am Gesamtwert hat. Das Diagramm soll verdeutlichen, wie die einzelnen Gruppen im Verhältnis zueinander stehen und gemeinsam einen Gesamtwert bilden. Der Gesamtwert kann dabei für jede beliebige Dimension stehen, solange sie sich in einzelne, klar voneinander unterscheidbare Segmente aufteilen lässt.
In den folgenden Fällen ist die Anwendung eines Kreisdiagramms sinnvoll:
In den folgenden Fällen ist die Anwendung eines Kreisdiagramms nicht sinnvoll:
Best Practices für Kreisdiagramme:
Wenn Sie mehrere Kategorien miteinander vergleichen möchten, ist ein Liniendiagramm möglicherweise die bessere Wahl. Liniendiagramme bieten einen schnellen Überblick über Muster und Trends in mehreren Datasets und verdeutlichen Zusammenhänge zwischen diesen Daten.
Dieses Kreisdiagramm zeigt den prozentualen Anteil am Gesamtumsatz nach Regionen.
Dieses Kreisdiagramm zeigt die Verkäufe im östlichen Markt und unterteilt sie nach den verschiedenen verkauften Kaffeesorten.
Um die vielen verschiedenen im Markt verkauften Kaffee- und Teesorten darzustellen, wurde ein sehr unübersichtliches Kreisdiagramm erstellt.
Solche Daten lassen sich am besten in einem Balkendiagramm darstellen. Durch den Abstand zwischen den Kategorien in einem Balkendiagramm lassen sich die einzelnen Balken klar voneinander unterscheiden.
Außerdem sind alle Balken an einer gemeinsamen Grundlinie ausgerichtet. Die Beschriftungen können leichter gelesen werden und die Größenverhältnisse der einzelnen Balken lassen sich einfacher erfassen.
Um die vielen verschiedenen im Markt verkauften Kaffee- und Teesorten darzustellen, wurde ein sehr unübersichtliches Kreisdiagramm erstellt.
Für Vergleiche sollten nicht mehrere Kreisdiagramme nebeneinander dargestellt werden. In den verschiedenen Märkten unterscheiden sich die prozentualen Anteile der verkauften Produktarten.
Stattdessen eignet sich hier ein gestapeltes Balkendiagramm besser, da sich damit mehrere Kategorien innerhalb einer Dimension miteinander vergleichen lassen.
Mit gestapelten Balkendiagramme kann auch dargestellt werden, wie sich ein Gesamtwert prozentual auf verschiedene Anteile aufteilt. Ergeben die einzelnen Anteile zusammen 100 % des Gesamtwerts, können Nutzer die Unterschiede zwischen den Kategorien besser erkennen und vergleichen.
Als Alternative zu Kreisdiagrammen eignen sich häufig Balkendiagramme und gestapelte Balkendiagramme. Damit lassen sich die relative Größe und die Bedeutung der einzelnen Werte innerhalb der Kategorien einer ausgewählten Dimension besser erkennen. Außerdem können mit ihnen mehr Kategorien auf einmal übersichtlich dargestellt werden als mit einem Kreisdiagramm.