Die University of Central Lancashire (UCLan) setzt beim Einstieg in das visuelle Datenverständnis auf Tableau


Michael Brightman ist Dozent für Wirtschaft an der University of Central Lancashire (UCLan), einer staatlichen Universität in Preston, gegründet im Jahr 1828. Die UCLan ist heute nach der Anzahl der Studenten die achtgrößte im Vereinigten Königreich. Brightman wurde im Laufe seiner 20-jährigen Tätigkeit als Geschäftsführer in der Privatwirtschaft mit Preisen ausgezeichnet und kombiniert seine umfassenden Erfahrungen mit Wirtschaftstheorie und Managementlehre, um seine Kurse in Wirtschaftswissenschaften mit Beispielen aus der Praxis zu bereichern. Er unterrichtet eine Reihe von Modulen zu den Themen Wirtschaft und aktuelle Wirtschaftsfragen für Bachelor- und Master-Studenten.

Tableau kommt vorwiegend im Modul Current Issues in Business [Aktuelle Fragestellungen in der Geschäftswelt] zum Einsatz, in dem wirtschaftliche Grundlagenkonzepte und ihre Anwendung auf die moderne Welt beleuchtet werden.

In diesem Interview erläutert Brightman, was seine Studenten mit Tableau lernen:

  • Fundierte Aussagen zu Daten liefern
  • Tableau-Kompetenz für die zukünftige berufliche Laufbahn erlangen
  • Visualisierungen zu persönlichen Interessensgebieten problemlos erstellen

Mein erster Gedanke zu Tableau: Es ist einfach zu nutzen und zu erlernen. Mir war damals schon klar, dass Tableau für unsere Kurse ideal geeignet ist und, noch wichtiger, dass die Studenten keine Schwierigkeiten haben würden, sich in das Produkt einzuarbeiten.

Interview mit Michael Brightman, Dozent für Wirtschaft an der UCLan

Tableau: Wie sind Sie erstmals in Kontakt mit Tableau gekommen?

Michael Brightman, Dozent, University of Central Lancashire: Von Tableau hörte ich zum ersten Mal vor sechs Jahren bei einem Gespräch mit einem Kollegen aus dem Fachbereich Journalismus. Damals beschäftigte mich noch nicht aktiv mit Tableau, ich war eher ein Beobachter. Ich beschloss, mich genauer damit zu befassen, und eignete mir vor etwa vier Jahren ausreichende Kenntnisse an, um mit Tableau loszulegen. Ich nutzte es für meine erste Visualisierung im Kurs. Ein Jahr später begann ich, meine Studenten in Tableau zu unterrichten.

Tableau: Warum haben Sie Tableau für Ihren Unterricht gewählt?

Michael Brightman: Der Einsatz im Kurs begann, nachdem ich an einer Veranstaltung in Manchester teilgenommen hatte. Ich glaube, es war ein Tableau Experience Day. Ein paar Firmen zeigten die verschiedenen Einsatzbereiche der Software und wie man sie nutzt. Was ich dort lernte, wendete ich dann auch in meinen Kursen an. Mein erster Gedanke zu Tableau: Es ist einfach zu nutzen und zu erlernen. Mir war damals schon klar, dass Tableau für unsere Kurse ideal geeignet ist und, noch wichtiger, dass die Studenten keine Schwierigkeiten haben würden, sich in das Produkt einzuarbeiten.

Tableau: Wie haben Sie Tableau in Ihrem Kurs eingesetzt?

Michael Brightman: Ich verwende Tableau, um Daten und Informationen im Zusammenhang mit Wirtschaft und aktuellen Fragestellungen in der Geschäftswelt zu visualisieren. Ich habe festgestellt, dass durch den Einsatz von Tableau-Visualisierungen die Auseinandersetzung mit Daten angeregt wird, insbesondere wenn internationale Studenten dabei sind.
Bei Datensätzen mit internationalem Bezug kann ich beispielsweise die Studenten aus dem jeweiligen Land bitten, ihre persönlichen Erfahrungen zu schildern.
Diese Art der Interaktion ist wichtig, insbesondere für Studenten, die vielleicht aufgeregt sind, wenn sie in einer Fremdsprache sprechen sollen oder glauben, dass sie weniger zu einem bestimmten Thema wissen als ihre Kommilitonen, etwa wenn wir über Großbritannien oder die Europäischen Union sprechen. Wenn sie etwas zu ihrem eigenen Land beitragen können, stärkt das ihr Selbstvertrauen – und auch wir anderen lernen etwas Neues hinzu.

Tableau: Welches sind abgesehen von der Interaktion die Vorteile des Einsatzes von Tableau für Ihre Studenten?

Michael Brightman: Aus der Sicht des Lehrenden möchte ich drei wesentliche Stärken von Tableau betonen. Als erstes die Vorteile für die berufliche Laufbahn. Ich bin überzeugt, dass Tableau zu einer Kompetenz wird, die Arbeitgeber verstärkt nachfragen. Es lohnt sich, selbst grundlegende Kenntnisse über Tableau und die Fähigkeit, es zu nutzen, im Lebenslauf zu erwähnen. Dann lässt sich beobachten, dass Tableau bei den Studenten gut angenommen wird. Manche Studenten nutzen Tableau nicht nur für ihre Wirtschaftskurse, sondern auch für eigene Interessensgebiete. Ein Student hat beispielsweise eine Visualisierung über Ergebnisse im Kricket erstellt. Als dritten Vorteil von Tableau würde ich die Erkenntnisse aus den Visualisierungen nennen. Bei unseren MBA-Studenten kann es sich beispielsweise ergeben, dass die Firmen, bei denen sie anfangen, oder auch sie selbst, in puncto Technologie oder Marktentwicklung hinterherhinken. Ihnen erkläre ich dann: „Sie sollten sich damit befassen, was diese modernen Softwaretools jetzt können. Vielleicht ist der Umgang für Sie noch nicht richtig vertraut, aber in Ihren künftigen Firmen gibt es möglicherweise schon Leute mit dieser Spezialisierung, die solche Ergebnisse erzielen, wie Sie sie hier im Kurs sehen.“

Tableau: Welche waren die größten Herausforderungen bei der Einarbeitung in Tableau?

Michael Brightman: Wahrscheinlich nutze ich nur einen kleinen Prozentsatz der Funktionen, die in der Praxis zum Einsatz kommen. Die Herausforderung bestand also darin, die Vielfalt auf den Bereich einzugrenzen, der für die Studenten nützlich ist, damit sie rasch eigene Visualisierungen erstellen können.

Tableau: Welches Feedback haben Sie von Ihren Studenten bekommen?

Michael Brightman: Sie finden die Funktionen von Tableau beeindruckend und sind dankbar, dass sie Tableau kennengelernt haben. Sie haben normalerweise keine Vorstellung davon, was auf dem Markt ist oder welche Möglichkeiten es gibt. Beispielsweise hätte noch vor zwei Jahren das Erstellen einer Baumkarte den Einsatz experimenteller Software vorausgesetzt. Die Studenten hätten viele Stunden für die Erstellung einer Baumkarte verwendet. In Tableau benötigt man hierfür einen Mausklick.
Ich denke also, dass die Schnelligkeit und die Art der Visualisierungen die Studenten am meisten beeindruckt haben.

„Es war wirklich nützlich für mich, was ich im Kurs über Tableau gelernt habe. Der Schwerpunkt eines Projekts lag zum Beispiel auf der zahnärztlichen Versorgung der Bewohner von Pflegeheimen in Blackpool und Fylde. Ich habe Daten gesammelt und in Excel eingegeben. Dadurch ließen sich die Daten sehr einfach darstellen und bestimmte Abfragen betrachten, etwa die Altersgruppe der Bewohner, wie viele fehlende, gefüllte oder kariöse Zähne sie hatten, ob ihre Medikamente oder die Art ihrer Krankheiten einen Einfluss auf ihre Mundgesundheit hatte usw. Ohne Tableau wären solche Analysen in Excel nur begrenzt ausführbar. Mit Tableau hingegen konnte ich viel detailliertere Aufschlüsselungen vornehmen – und es sah außerdem viel professioneller aus!“


Tableau: Haben Sie in Ihren Kursen einen wesentlichen Unterschied festgestellt, seit Sie Tableau einsetzen?

Michael Brightman: Ja, zum Beispiel bei der Datenvisualisierung. Die Geschwindigkeit, mit der Tableau Funktionen entwickelt und aktualisiert, wirkt sich auch auf meine Kurse aus. Ich kann meinen Studenten jedes Jahr andere und innovative Funktionen vorstellen. Und wie schon gesagt, wurden meine Kurse mit Tableau interaktiver.

Tableau: Was würden Sie Kollegen empfehlen, die Tableau gern in ihren Kursen einsetzen würden?

Michael Brightman: Die Studenten von heute sind äußerst versiert im Umgang mit Computern. Man braucht sich daher nicht davor zu scheuen, sie mit Tableau vertraut zu machen. Es reicht völlig aus, den Studenten die Grundlagen von Tableau zu vermitteln. Wer sich dafür interessiert, wird eigenständig mit den vielen verfügbaren Online-Lernprogramme weitermachen.

„Die Geschwindigkeit, mit der Tableau Funktionen entwickelt und aktualisiert, wirkt sich auch auf meine Kurse aus. Ich kann meinen Studenten jedes Jahr andere und innovative Funktionen vorstellen. Mit Tableau wurden meine Kurse interaktiver.“

Tableau: Möchten Sie noch etwas hinzufügen?

Michael Brightman: Ich würde gern noch kurz etwas dazu sagen, wie ich Tableau in meiner Forschung einsetze. Mein hauptsächliches Forschungsinteresse gilt der Ökonomie von Baudenkmälern. Im Rahmen dieser Forschungen nutze ich Minitab, das SPSS ähnelt.
Minitab dient zur Datenabfrage und zur Ausführung der multiplen Regressionsanalyse. Das ist ähnlich wie in Excel, wo man Daten durch verschiedene Kopier- und Einfügeschritte in das gewünschte Format bringt.
Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, bleibt festzustellen, dass Tableau für Forschungsvorhaben sehr nützlich ist, weil die Datenänderung beschleunigt wird, besonders, wenn man Ausreißer oder ungewöhnliche Vorgänge aus der Visualisierung ausklammern möchte. Wenn Minitab beispielsweise meldet, dass ungewöhnliche Daten vorkommen, kann es sehr viel Aufwand bedeuten, diese Daten in Minitab aus der Visualisierung herauszunehmen. In Tableau wendet man einfach einen Filter an und fertig.

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