Leitfaden für Diagramme

Benutzer verwenden zur Beschreibung der größten Gruppe von Visualisierungen oft die Begriffe „Diagramme“ und „Grafiken“. Dies geht möglicherweise auf eine Art akademischer Konvention zurück. Eventuell spielt auch die Vorstellung, dass die Unterscheidung beider Begriffe wichtig ist, eine Rolle. Manchmal werden diese Begriffe ergänzend verwendet, oft aber auch synonym. Und manchmal werden damit auch kleinere Unterschiede zwischen verschiedenen Visualisierungstypen gekennzeichnet. In diesem Glossar wird der Begriff „Diagramm“ verwendet, damit Sie sich besser in der Vielzahl der Unterkategorien von Datenvisualisierungen, die nach Markierungstyp und analytischer Funktion sinnvoll aufgeschlüsselt sind, zurechtfinden.

Inspirierende Beispiele von Diagrammen aus der Community

Mithilfe verschiedener Visualisierungen aus der Tableau-Community möchten wir Ihnen zeigen, wie attraktiv Daten präsentiert werden können. Weitere praktisch orientierte Beispiele finden Sie unter den analytischen Funktionen und unter den einzelnen Visualisierungstypen.

Was ist also ein Diagramm?

Eine grafische Abbildung ist eine Darstellung von Daten in Form einer Grafik, eines Diagramms, einer Karte oder eines tabellarischen Formats. Dazu gehören auch die Untergruppen georäumliche und tabellarische Visualisierungen. Durch diese Unterscheidung können Sie besser entscheiden, welcher Typ am besten für Ihre Daten geeignet ist. Zu den am häufigsten verwendeten Diagrammtypen zählen Streudiagramme, Balkendiagramme, Liniendiagramme und Kreisdiagramme. Mit diesen Diagrammtypen oder einer Kombination davon können Sie die meisten Fragen an relationale Daten beantworten. Sie bilden die Grundlage für die Durchführung visueller Analysen von nicht georäumlichen Daten.

Die Visualisierung von Daten mit Diagrammen basiert auf Zeichnungspunkten kartesischer Koordinaten (z. B. X, Y, Z) auf der Grundlage von Dimensionen und Kennzahlen. Dimensionen (z. B. Kategorien, Datumsangaben usw.) gruppieren die Kennzahlen für die Analyse. Anschließend werden die Kennzahlen an den entsprechenden Koordinaten für eine Visualisierung dargestellt. Bestimmte Visualisierungstypen sind besonders für die Darstellung vieler Dimensionen geeignet (z. B. geordnete Balkendiagramme), während andere nur wenige Dimensionen, aber übersichtlich darstellen können (z. B. Kreisdiagramme).

Jeder Diagrammtyp hat seine Vor- und Nachteile. Bei richtiger Verwendung unterstützen aber alle ein tieferes Verständnis von Daten. Durch Beachtung bestimmter ästhetischer Konventionen können Sie Ihre Visualisierung auch attraktiv gestalten. Ziel ist es dabei, durch optimale Kombination von Form und Funktion die Aufmerksamkeit des Betrachters für Ihre Daten zu gewinnen.

Zentrale Diagrammtypen

Die folgenden Rubriken enthalten eine Kurzbeschreibung der gängigsten Diagrammtypen. Mit der Erweiterung des Glossars in der Tiefe und in der Breite werden künftig noch weitere Typen hinzugefügt, wobei für jeden Typ eine eigene Seite mit praktischen Beispielen und mit einer Erläuterung für deren Anwendung bereitgestellt wird.

Balkendiagramm

Dient der Kategorisierung von Elementen nach deren Größe. Diese Elemente können geordnet oder ungeordnet je nach Art der Dimensionen dargestellt werden.

Liniendiagramm

Wird vor allem zur Darstellung zeitlicher Änderungen verwendet. Dabei können durch mehrere Linien auch Datenbestände verglichen werden.

Diagramm mit Doppelachse

Kombiniert Symbole, Balken oder Linien zur Ermittlung von Beziehungen in den Daten zwischen Achsen oder Dimensionen.

Streudiagramm

Wird zur Ermittlung der Korrelation zwischen zwei Kennzahlen mit voneinander unabhängigen Achsen verwendet. Für diesen Typ werden oft auch Trendlinien verwendet.

Gantt-Diagramm

Ein Nischen-Balkendiagramm zur Darstellung zeitlicher Segmente. Dieser Typ ist hilfreich für die Darstellung einer zeitlichen Nutzung oder einer Visualisierung von Zeiträumen.

Kreisdiagramm

Eine gängige, wenngleich beschränkte Form der Visualisierung, mit der sich darstellen lässt, wie einige Dimensionen im Vergleich zu anderen Dimensionen und zur Gesamtheit abschneiden.