Business Intelligence (BI) kann beinahe jeden geschäftlichen Prozess verbessern, da sie Teams einen umfassenden Überblick gibt und sie so in die Lage versetzt, durch die Analyse eigener Daten schlummernde Effizienzpotenziale auszuloten und bessere Entscheidungen zu treffen.

In der heutigen Zeit, in der die digitale Transformation als wesentliche Komponente erfolgreicher Geschäftsstrategien gilt, entwickeln sich BI-Tools immer weiter und helfen Unternehmen dabei, aus Dateninvestitionen einen maximalen Gewinn zu ziehen. Dies erklärt auch den Aufstieg moderner BI-Plattformen, die den Datenzugriff sowie die Dateninteraktion, -analyse, -untersuchung, -freigabe und -verwaltung erleichtern. Zu den praktischen Anwendungsmöglichkeiten von Business Intelligence gibt es eine Reihe sehr empfehlenswerter Bücher. In diesem Artikel soll es darum gehen, wie einige namhafte Unternehmen und Organisationen moderne BI-Plattformen gewinnbringend für sich nutzen.

Wir haben daher 5 reale Beispiele für Business-Intelligence-Plattformen in Aktion für Sie zusammengestellt.

1. HelloFresh zentralisiert die Berichterstattung für digitales Marketing, um die Konversionsrate zu erhöhen

Unternehmen: HelloFresh
Problem: Die Erstellung von Berichten zum digitalen Marketing war zeitraubend, aufwendig und ineffizient.
Lösung: Das Marketing-Analytics-Team des Kochbox-Anbieters HelloFresh automatisierte mit einer zentralisierten Business-Intelligence-Lösung die Berichterstattung und sparte so 10 bis 20 Arbeitsstunden täglich ein. Dank der zentralisierten Lösung kann das gesamte Marketingteam nun auch regionale, individuelle Kampagnen erstellen.

Auf der Grundlage aggregierter Analysen des Kundenverhaltens entwickelte HelloFresh drei Käuferrollen, an denen sich das Unternehmen künftig orientiert. Das Team ist nun in der Lage, Daten in Echtzeit zu sehen und zu verfolgen, was eine schnelle Reaktion auf beobachtetes Kundenverhalten und eine Optimierung der Marketingkampagnen ermöglicht. Im Ergebnis stieg die Konversionsrate, und auch die Kundenbindung hat sich seitdem verbessert.

Weitere Details dazu: Hier finden Sie weitere Beispiele für Marketingabteilungen, die Business Intelligence erfolgreich nutzen.

2. Konsumgenossenschaft REI erhöht Mitgliederzahl

Unternehmen: REI
Problem: Angesichts von 90 Terabyte Daten ließen sich Kennzahlen für Mitglieder nur schwer im Auge behalten.
Lösung: Die auf Outdoor-Produkte spezialisierte Konsumgenossenschaft REI nutzt eine Business-Intelligence-Plattform, um Daten zu seinen Genossenschaftsmitgliedern zu analysieren. Angesichts dessen, dass Mitglieder für über 90 Prozent des Umsatzes von REI aufkommen, sind Kennzahlen, wie Kundenakquise, -bindung und -reaktivierung, von höchster Bedeutung. Doch all diese Daten summieren sich auf stolze 90 Terabyte. Erst durch die Fähigkeit, diese gewaltige Datenmenge zu parsen, kann die für das operative Geschäft zuständige Abteilung entscheiden, ob sich eher Investitionen ins Filialgeschäft oder ins digitale Geschäft lohnen.

Dies führt zu einer höheren Kundenzufriedenheit und verbessert das Ansehen das Marke.
„2017 konnten wir durch Gewinnung neuer Mitglieder eine vollständige Trendwende einleiten“, fasst Clinton Fowler, Director of Customer and Advanced Analytics bei REI, den Erfolg zusammen.

Das Team nutzt seine BI-Plattform auch, um Kundensegmente zu analysieren. Die Erkenntnisse fließen in Entscheidungen bezüglich Versandmethoden, Kundenlebenszyklus-Management und Produktkategorisierung ein.

Weitere Details dazu: Hier können Sie Einzelheiten zu den 5 wichtigsten Analytics-Trends im Einzelhandel nachlesen.

3. Coca-Cola Bottling Company maximiert die operative Effizienz

Unternehmen: Coca-Cola Bottling Company (CCBC), der größte selbstständige Abfüllpartner von Coca-Cola
Problem: Da Berichte mit großem Aufwand manuell erstellt werden mussten, fehlten Echtzeitdaten zum Umsatz und zum operativen Geschäft.
Lösung: Das Business-Intelligence-Team von Coca-Cola ist für das gesamte Berichtswesen bezüglich aller Vertriebs- und Lieferaktivitäten des Unternehmens zuständig. Mit einer BI-Plattform automatisierte es manuelle Berichterstellungsprozesse und sparte auf diese Weise über 260 Arbeitsstunden pro Jahr ein – das sind mehr als sechs 40-Stunden-Wochen.

Dank dieser Automatisierung und der Integration weiterer Unternehmenssysteme haben Vertriebsmitarbeiter im Außendienst nun jederzeit Zugriff auf Daten zum Kundenbeziehungsmanagement (CRM). Über mobile Dashboards können sie aktuelle, aussagekräftige Informationen abrufen und sich damit einen wesentlichen Wettbewerbsvorsprung verschaffen.

Die Implementierung einer Selfservice-BI-Lösung fördert die effektive Zusammenarbeit zwischen der IT-Abteilung und den Geschäftsanwendern – mit Lerneffekten für alle Beteiligten. Analysten und IT-Mitarbeiter können sich somit auf die strategische Ausrichtung und langfristige Innovationen wie die Verwaltung von Unternehmensdaten konzentrieren, anstatt sich mit manuellen Recherche- und Berichterstellungsaufgaben herumschlagen zu müssen.

Weitere Details dazu: In diesem Whitepaper erfahren Sie, wie Sie Ihre Vertriebs-Analytics auf Vordermann bringen.

4. Chipotle erstellt Gesamtübersicht für sein Restaurantgeschäft

Unternehmen: Chipotle
Problem: Verstreute Datenquellen hinderten die Teams daran, sich einen umfassenden Überblick über alle Restaurants zu verschaffen.
Lösung: Chipotle Mexican Grill ist eine US-amerikanische Restaurantkette mit über 2.400 Standorten weltweit. Indem das Unternehmen seine herkömmliche Business-Intelligence-Lösung durch eine moderne Selfservice-BI-Plattform ersetzte, konnte es eine zentrale Übersicht erstellen, mit der sich das gesamte operative Restaurantgeschäft in den USA überwachen lässt.

Die Mitarbeiter haben dadurch einen besseren Zugriff auf Daten. Dies verkürzte den Zeitaufwand der Berichtserstellung für strategisch wichtige Projekte um zwei Drittel: Statt auf Quartalsbasis werden Berichte nun monatlich erstellt. Tausende Arbeitsstunden konnten so eingespart werden. „Damit war der Weg frei, mithilfe aller Kennzahlen und Erkenntnisse einen entscheidenden Schritt voranzukommen“, erläutert Zach Sippl, Director of Business Intelligence.

Weitere Details dazu: Dieses Whitepaper erläutert den Ansatz moderner Business-Intelligence-Lösungen.

5. Schulbehörde von Des Moines

Organisation: Schulbehörde von Des Moines
Problem: Durch die manuelle Erstellung von Excel-Berichten waren keine aktuellen Daten etwa zur Unterrichtsteilnahme verfügbar, was ein rechtzeitiges Handeln unmöglich machte.
Lösung: Um bei drohendem Schulabbruch effektiver eingreifen und die Auswirkungen bestimmter Unterrichtsmethoden auf die Ergebnisse einzelner Schüler besser einschätzen zu können, stieg die Schulbehörde der Stadt Des Moines (Des Moines Public Schools, DMPS) im US-Bundesstaat Iowa auf erweiterte Analytics um.

Das Recherche- und Datenmanagementteam von DMPS nutzte ein multiples lineares Regressionsmodell – umgangssprachlich „Schulabbrecherkoeffizient“ genannt – zur Messung schülerspezifischer Indikatoren. Letztere ermöglichen Prognosen, welche Schüler potenziell Gefahr laufen, in ihrer Ausbildung zu scheitern. Zur Umsetzung des Modells entschied sich die Schulbehörde für eine Business-Intelligence-Plattform. Dank Datenvisualisierung konnten Mitarbeiter problemlos einzelne Risikoschüler ausmachen und sie gezielt unterstützen.

Vom Recherche- und Datenmanagementteam eingerichtete Dashboards liefern heute 7.000 DMPS-Lehrern und -Mitarbeitern Echtzeit-Analytics, auf deren Grundlage früher und zielgerichteter interveniert werden kann. Der Erfolg der Interventionsbemühungen hat sich in der Folge drastisch verbessert. Die Echtzeit-Analytics basieren auf fünf Jahre zurückreichenden Daten. Damit haben die Mitarbeiter jederzeit historische Daten zur Hand, aus denen sich Erkenntnisse für aktuelle Schüler ableiten lassen.

Weitere Tableau-Kundenberichte, die zeigen, wie Business Intelligence Unternehmen auf die Sprünge helfen kann, finden Sie hier.