Die 10 wichtigsten Tabellenberechnungen in Tableau

Auf dieser Seite werden 10 aussagekräftige Beispiele für Tabellenberechnungen von Tableau präsentiert. Die meisten erfordern das Schreiben einer einfachen Formel. Jedes Beispiel enthält ein Live-Beispiel und Anweisungen in einer Registerkartenansicht. Sie können alle Arbeitsmappen auch herunterladen, wenn Sie sich ausführlicher informieren möchten.

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Tabellenberechnung – Grundlagen

Tabellenberechnungen basieren auf zwei Arten von Feldern: Adressierungs- und Partitionierungsfelder. Es ist wichtig, zu verstehen, wie diese Felder funktionieren, um Tabellenberechnungen nachzuvollziehen.

Partitionierungsfelder: Wie der Name schon sagt, teilen sie Ihre Daten in separate Buckets ein, die zur Berechnung verwendet werden.
Adressierungsfelder: Sie geben die „Richtung“ für Ihre Berechnung an.

In dem Beispiel rechts wird die laufende Summe der Umsätze ermittelt. Das Segment ist ein Partitionierungsfeld. Daher wird eine laufende Summe für beide Segmente berechnet – Verbraucher und Unternehmen. Das Datum ist das Adressierungsfeld. Der Umsatz wird also für beide Segmente über einen Zeitraum hinweg berechnet.

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Beispiel: Laufende Summe

1. Prozentuale Änderung ab einem Referenzdatum

Mit Tabellenberechnungen können Sie die prozentuale Änderung ab einem beliebigen Wert berechnen. Angenommen, Sie sind an einem Wertpapierportfolio interessiert und möchten dessen relative Wertentwicklung ab einem bestimmten Zeitpunkt bewerten. Legen Sie hierzu ein „Investitionsdatum“ fest, und normalisieren Sie die Werte auf denselben Zeitpunkt. Die Zeilen zeigen dabei die prozentuale Änderung an. Das Referenzdatum können Sie mithilfe des Schiebereglers anpassen.

Indem Sie einen Parameter für das Referenzdatum und die WINDOW_MAX-Funktion zum Abrufen des Schlusskurses für das Referenzdatum verwenden, können Sie die relative Rendite der Aktien berechnen.

2. Gleiche Ausgangsdaten (Toy Story)

Möglicherweise möchten Sie die Daten bezogen auf einen gemeinsamen Ausgangswert betrachten, anstatt über eine absolute Zeitachse. Im Folgenden finden Sie beispielsweise das Einspielergebnis der drei Toy Story-Filme. Es lässt sich viel einfacher ein Vergleich anstellen, wenn Sie die Bruttoeinnahmen nach Woche ab dem Kinostart betrachten:


Mithilfe der INDEX()-Funktion von Tableau lässt sich die Anzahl der Wochen seit dem Kinostart einfach berechnen: In diesem Fall partitionieren Sie nach Film und adressieren nach Tagen.

3. Prozent der Gesamtsumme der Umsätze im Verlauf der Zeit (Multi-Pass-Aggregation)

Häufig sollen zwei Tabellenberechnungen auf einmal durchgeführt werden. Es könnte beispielsweise von Interesse sein, wie die Bedeutung eines Segments für das Unternehmen über einen Zeitraum hinweg gewachsen oder zurückgegangen ist. Hierzu müssen Sie zunächst die laufende Summe der Umsätze nach Segment im Verlauf der Zeit berechnen. Dann müssen Sie dieses Ergebnis als prozentualen Anteil aller Umsätze im Verlauf der Zeit betrachten. Dies nennt man auch Multi-Pass-Aggregation, und dafür muss keine Formel in Tableau erstellt werden.

Zuerst wird eine laufende Summe der Umsätze im Verlauf der Zeit nach Segment berechnet. Dann wird die laufende Summe jedes Segments im Verlauf der Zeit als prozentualer Anteil errechnet.

4. Beibehaltung des Rankings bei der Sortierung

In diesem Fall möchten wir den Rang eines Produkts innerhalb eines Monats und eines Jahres ermitteln und dann zeigen, wie sich sein Ranking über einen bestimmten Zeitraum hinweg entwickelt hat. Hierzu erstellen wir ein Bump-Diagramm, das die Veränderung über einen bestimmten Zeitraum als Liniendiagramm darstellt. Links sehen wir, dass Kopierer und Faxgeräte zunächst nur selten verkauft wurden, mittlerweile aber gemessen an den Verkaufszahlen auf dem 3. Rang liegen. Wir können auch ablesen, dass die Verkaufszahlen von Faxgeräten und Kopierern sehr unbeständig waren.

Klassisches Bump-Diagramm Es zeigt die Umsatzposition jedes Produkts, die mit einer einfachen Rangfolgenberechnung (index()) und einigen erweiterten Einstellungen ermittelt wurde.

5. Laufende Summe

Sie möchten die Anzahl an aktiven Supportfällen in Ihrem Callcenter oder Ihren Lagerbestand überwachen. Das System berechnet jedoch nicht die laufende Summe aktiver Fälle, und Sie müssen diese ableiten. Dies entspricht folgender Gleichung: Offene Fälle an einem Tag + Neue Fälle + Erneut geöffnete Fälle - Geschlossene Fälle. Auf den ersten Blick sieht das nach einer einfachen Berechnung aus. Der Rang der geöffneten Fälle für einen Tag wird jedoch vom Abschluss des vorherigen Tages abgeleitet, der wiederum von den geöffneten Fällen dieses Tags abgeleitet wird. Daraus ergibt sich ein Zirkelbezug der Berechnungen.


Wir verwenden WINDOW_SUM zur Berechnung der laufenden Summe und zur Ermittlung der abgeschlossenen Fälle je Tag.

6. Gewichteter Mittelwert

Daten wie Testergebnisse oder Auftragspriorität eignen sich für Analysen nach gewichtetem Mittelwert. Möglicherweise möchten Sie die durchschnittliche Priorität aller Aufträge über verschiedene Produkttypen hinweg ermitteln und die Priorität nach Auftragsvolumen gewichten, damit Produkte mit höherem Absatzvolumen ein höheres Prioritätsergebnis erhalten. Sie können dieses gewichtete durchschnittliche Prioritätsergebnis auch verwenden, um Ihre Lieferkette für absatzstarke Produkte mit hoher Priorität zu optimieren. Hier machen wir das einfach mithilfe der Daten „Superstore Sales“:

Hier verwenden wir erneut WINDOW_SUM, um eine Gewichtung für jede Kategorie zu berechnen, und wenden diese dann auf das Prioritätsergebnis an.

7. Gruppieren anhand einer Berechnung

Wenn Sie den Versand eines Unternehmens verwalten, möchten Sie eventuell wissen, für welche Produkte die Versandkosten höher sind als der Mittelwert. In Tableau 6 können Sie den Mittelwert über ein Fenster hinweg ermitteln und diesen Wert in einer Berechnung verwenden, um Werte zu gruppieren und farblich zu markieren.


8. Anzahl der Vorfälle über einen gleitenden Bereich

Bei verschiedenen Szenarien, beispielsweise Einzelhandel, beim Geheimdienst oder bei Grenzkontrollen, spielt oft die Häufigkeit eines Ereignisses innerhalb eines Zeitfensters eine Rolle. Zum Beispiel könnte es sich bei einem verdächtigen Ereignis um eine Anomalie handeln. Wenn dieses Ereignis jedoch in x Tagen mehr als n-mal auftritt, ist eine Untersuchung erforderlich.


Die Punkte zeigen, wie oft eine Warnmeldung oder ein Alarm ausgegeben wurde – in der Regel 0. Ein Punkt über 0 zeigt an, dass an diesem Tag ein Alarm ausgegeben wurde. Und ein Balken zeigt an, dass der Alarm in x Tagen mehr als n-mal ausgelöst wurde. Mit einem Rechtsklick kann der Benutzer die Daten für die Punkte und Balken anzeigen.

9. Gleitender Mittelwert über variable Zeiträume

Sie haben den gleitenden Mittelwert für die Umsätze aller Monate mithilfe der Funktionen „Schnelle Tabellenberechnung“ in Tableau errechnet. Nun möchten Sie den Mittelwert gerne erweitern, damit Sie auswählen können, von wie vielen Zeiträumen Sie den Mittelwert bestimmen möchten.

Die hellblaue Linie zeigt die Summe der Umsätze aller Monate. Die orangefarbene Linie zeigt den gleitenden Mittelwert der Umsätze für den Zeitraum „15“.


Mithilfe der Kombination eines Parameters und einer benutzerdefinierten Schnellen Tabellenberechnung für einen gleitenden Mittelwert können wir den Durchschnitt über variable Zeiträume ermitteln.

10. Differenz vom Mittelwert nach Zeitraum

Möglicherweise möchten Sie lieber die Differenz der vierteljährlichen Umsätze und dem diesjährigen Mittelwert ermitteln als die absoluten Zahlen. Im Folgenden zeigen wir die Differenz vom Mittelwert des Jahres und der absoluten Anzahl an Aufträgen.


Mithilfe der Tabellenberechnungen können Sie die Berechnung der Differenz vom Mittelwert auf verschiedene Arten anzeigen: die Differenz vom Mittelwert dieses Jahres oder die Differenz vom Mittelwert aller Jahre.

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